Tala Khazé – The Impure Blood

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Tala Khazé

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Caesul || Meutenmitglied
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Tala Khazé – The Impure Blood am 2010-11-16, 17:01

Tala Khazé – The Impure Blood
Bild von Tala

Allgemeine Daten – Persönliches auf einen Blick


Name
Tala Khazé


Titel
The Impure Blood


Geschlecht
Fähe


Bedeutung
The Impure Blood – Das unreine Blut
Die Wölfe in meinem Rudel flüsterten diesen Namen als ich das erste Mal unter ihre kalten Augen trat. Ich war keine Tochter der Alphas und mein Vater war den Wölfen unbekannt. Fremdes, unreines Blut hatte Einzug in das stolze Rudel genommen.

Alter
Ich habe bereits 4 Sommer in dieser Welt verbracht. Vier mehr oder weniger schöne Jahre mit zu kurzen, schönen Monaten und viel zu bitteren Wintern.

Rasse
Das ist vielleicht der Ursprung meines Grübelns und der Auslöser meiner einsamen Kindheit. Ich weiß nicht wohin mein Blut gehört… Mein Herz schlägt auf jeden Fall nicht für die Wölfe des kargen Waldes, aus dem ich stamme. Es gehört den starken Wölfen des Nordens, aus der Welt des Eises.

Herkunft & Familie – Sie haben mich geprägt und geformt

Herkunft
Ein karger Wald mit ausgemergelten, alten Bäumen. Es ist die Grenze zu der Welt des Eises. Wäre ich weiter in den Süden gegangen, so hätte der Wald ein anderes Wesen bekommen und ich wäre weiter in das Gebiet des Daer Tawar – des großen Waldes – gekommen. So aber hatte sich mein Rudel ein unwirklicheres Revier gewählt, dass unter den Wölfen als Hochplateau bekannt ist.

Geburtsrudel
Hatte mein altes Rudel einen Namen? Ich weiß es nicht mehr oder habe es schon lange hinter mit gelassen. Wenn ich an sie denke, dann entsinne ich mich an ihre Feindseligkeit und kalten Herzen.

Vater
Nordwind
Er muss ein starker und beeindruckender Rüde gewesen sein. Ich habe nie viel über ihn erfahren, aber ich weiß, dass er dichtes, schneeweißes Fell hatte und kräftiger als die Wölfe aus dem Wald war. Ein Einzelgänger. Eine wilde und freie Seele. Ich bin ihm nie begegnet, aber ich fühle mich mit ihm mehr verbunden als mit irgendeinem anderen Lebewesen. Mein Traum ist es, ihm irgendwann einmal zu begegnen, aber es ist einer dieser Träume, die dich zwar nie wieder los lassen und deinen Geist in Besitz nehmen, aber wohl immer Wunschdenken bleiben…

Mutter
Yara Khazé
Sie liebte mich, wie eine Mutter ihre Tochter lieben sollte. Nie hatte Yara im Rudel ein einfaches Leben und besonders nach meiner Geburt hatte sie es sehr schwer. Sie war eine eher magere Gestalt und obwohl sie vom Körperbau nicht klein war, wirkte sie immer ein wenig zerbrechlich. Mein Vater gab ihr zum ersten Mal das Gefühl etwas wert zu sein, und nach seinem Verschwinden, obwohl es ihr fast das Herz brach, fühlte sie sich stärker und hatte mehr Selbstbewusstsein als zuvor. Sie hätte ihr Leben für meines gegeben und besonders ihr Einfluss macht mich zu der Wölfin, die ich heute bin.

Geschwister
In meinem Wurf gab es noch zwei andere Welpen. Zwei zierliche und namenlose Winzlinge, die nie die Chance bekamen, sich im Leben zu beweisen.

Gefährte
Noch habe ich mein Herz an nie­man­den ver­loren.

Nachkommen
Ich hatte noch nie Wel­pen… viel­leicht… irgend­wann.

Sonstige
Der kleine Alazan, die frohe Seele an meiner Seite, steht mir sehr nahe. Er ist wie ein kleiner Bruder für mich.

Aussehen – Mein Spiegelbild

Aussehen
Alle Wölfe meines Rudels hatten dunkles Fell. Tiefreines Schwarz oder Farben, die wie Schatten auf dem Waldboden wirken.
Ich werde die Blicke der „Anderen“ nie vergessen, wenn sie mich wieder einmal anstarrten.
Warum? Ich erkannte das Offensichtliche schon früh in meinem Leben, als ich den schneeweißen Geist in einem stillen Wasser vor mir betrachtete. Die Wölfin im Tümpel war groß und schlaksig, was das Resultat meiner unterschiedlichen Abstammung war. Ich fragte meine Mutter wer diese weiße Wölfin in dem Teich sei, obwohl ich die Antwort tief in meinem Inneren kannte. Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich so anders bin, aber trotzdem ging ich immer wieder zurück zu der weißen Wölfin, mit dem Aussehen, dass ich zuerst so wenig haben wollte. Ich starrte lange und oft in ihre stechenden Augen, betrachtete den dichten Pelz und die kräftige Statur. Meine Augen sind das andere offensichtliche Geheimnis an mir, denn sie haben nicht das typische Braun oder Beige. Sie haben eine auffällige und andersartige blaue Farbe. Viele verlieren sich in meinem Blick und vergessen sogar, die Augen wieder abzuwenden, aber andere wiederrum haben sogar Angst, wenn sie in mein Gesicht schauen. Sie fürchten sich vor dem Fremden und vor dem, was sie nicht kennen…
Und anders bin ich nun mal. Das habe ich akzeptiert und auch lieben gelernt. Ich bin froh über meine große Statur, meinen dicken, weißen Pelz und meine langen Beine, die mich schon so weit getragen haben. Ich bin so groß wie ein Polarwolf – ein Wächter von Eis und Schnee – aber habe einen schmaleren Körperbau. Bis auf die Fellfarbe sehe ich eher einem Timberwolf ähnlich, aber meine Augen… die passen wohl zu keiner dieser Rassen und deswegen bin ich auf diese besonders stolz.
Tala Portrait

Augenfarbe
Blau
Manchmal wirken sie dunkel und tiefgründig wie Saphire, aber wenn die Sonne scheint und die weiße Wölfin den Kopf gen Licht hebt, dann haben sie fast die Farbe des Eises, in dem sie schon ihre Spuren hinterlassen hat.
Wirf einen Blick in meine Augen und wenn du genau hinsiehst, wirst du meine Seele erkennen. Nicht viele haben je diese Erfahrung gemacht…

Fellfarbe
Weiß – wie der Schnee des Winters.
Selbst der Schnee ist nicht ohne Makel und ohne Veränderung. Manchmal erkennt man kein dunkles Haar, als wäre der Schnee erst frisch gefallen, aber mit dem Wandel der Jahreszeiten erlebt auch der Pelz der Wölfin eine Veränderung. Leichtes Braun und Grau kann sich in den weißen Deckmantel mischen und besonders im Sommer ist es fast nie ganz rein.

Abmessungen
Schulterhöhe: 82 cm
Gewicht: 58 Kg
Körperlänge: 145 cm

Charakter – Hinter dem Schleier

Charakterzitat
Der Grad zwischen Liebe und Hass ist schmal.
Man nennt ihn Freundschaft.
Fällt man auf der einen Seite hinunter, so kommt man nicht wieder zurück.

Charakter
Früh mit der Abneigung und Missbilligung der anderen Wölfe vertraut gemacht, musste Tala lernen, sich selbst zu vertrauen. Auf ihren Geist, ihre Fähigkeiten und ihren Willen. Sie wurde zu einem sehr ruhigen Welpen und schließlich zu einer zurückgezogenen jungen Wölfin.
Auch im Laufe der Zeit hat sich daran nicht zu viel geändert, aber noch andere Charaktereigenschaften haben sich entwickelt und resultieren wahrscheinlich aus ihrem früheren Leben. Das Mitreden war ihr – der Außenseiterin – untersagt und seit ihrem Weggang, hat sie Gefallen daran gefunden, Verantwortung zu übernehmen. Tala interessiert sich für die Wölfe in ihrem Umfeld und auch für ihre Probleme, Sorgen und ihre Vergangenheit. Sie ist dabei aber nie aufdringlich und kann sehr gut einschätzen, wann ihr jemand etwas preisgeben will und wann das Weiterreden mitunter sogar gefährlich werden kann. Das Gute in jedem sehen zu wollten, das ist auch zeitweise ihr Fluch, aber oftmals ist es ihr eine große Hilfe, ihr Gegenüber genauer einzuschätzen. Sie geht meist offen auf Andere zu und von Gerede und Gerüchten rümpft sie nur die Nase, denn sie schätzt ihr Gegenüber nach dem ein, was sie selbst erlebt hat. Sie würde gerne von Anderen so gesehen werden, wie sie wirklich ist und deswegen versucht sie dies auch bei Fremden so umzusetzen.
Vollends ihr eigenes Ich preis zu geben, fällt ihr allerdings immer noch schwer. Es gelingt ihr noch nicht, sich Anderen ganz zu öffnen und ihre Seele so zu zeigen wie sie wirklich ist. Die Angst vor Zurückweisung und Verletzung ist immer gegenwärtig und ihre Schwächen zu zeigen, macht ihr Probleme.
Ihr schwache Seite, das was sie immer versucht zu verstecken und diese Seite, die nur ihre engsten Vertrauten kennen…
Sie hat eine tiefe und vergrabene Furcht vor Zurückweisung und davor, seelisch verletzt zu werden. Hinterhältigkeit und falsche Spiele verabscheut sie zutiefst und wenn man einmal ihr Vertrauen verloren hat, dann ist es schwer, es wieder zu gewinnen. Vergebung, das hat sie lernen müssen, aber sie spielt auch danach noch immer mit dem Hintergedanken, dass es wieder passieren kann.
Talas Freundschaft – ihre tiefe und aufrichtige Freundschaft – ist ein Geschenk, das man sich verdienen muss und das nicht zu verachten ist. Sie ist auch zu Unbekannten freundlich und selten unüberlegt aggressiv, aber ihr völliges Vertrauen, das muss erarbeitet werden.
Für einen wahren Freund setzt sie sich immer ein und würde sehr viel für ihn opfern. Wenn dies mit dem Verlust ihres eigenen Leben zusammenhängen würde, dann würde sie es geben, um einen Gefährten zu beschützen.

Bild von Tala


Stärken
  • Widerstandsfähigkeit
  • hält fest, woran sie glaubt
  • kann zuhören und Rat erteilen
  • verteidigt ihr wichtige Wölfe
  • Gerechtigkeitsgefühl
  • Bescheidenheit
  • Gutmütigkeit und Ehrgefühl
  • Vergebung und Gnade
  • versetzt sich in andere hinein


Schwächen
  • von Anderen helfen lassen
  • Verantwortung abgeben
  • wahres Vertrauen fassen
  • sich umstimmen lassen
  • Dingen ihren Lauf geben
  • verborgene Selbstzweifel
  • Zurückgezogenheit
  • Spontanität bei Gefahr
  • verletzlich präsentieren


Vorlieben
  • klare Mondnächte
  • Unbekanntes und Neues
  • Wölfe, die ihr zuhören
  • Wind, der durch ihr Fell fährt
  • Stille und manchmal Einsamkeit
  • Einigkeit im Rudel
  • Freundschaft und Akzeptanz
  • Winter, Eis und Schnee


Abneigungen
  • Kampf und Streit
  • Menschen und ihre Waffen
  • unbegründete Ausgrenzung
  • Voreingenommenheit
  • Hinterhältigkeit, Lügen
  • unnötiges Töten
  • Uneinsichtigkeit
  • Sommer, Hitze, Schwüle


Vergangenheit – Durchlebte Zeiten

Vergangenheit
Vor dem ersten Atemzug
Die Geschichte der weißen Fähe begann vor einigen Jahren in einer Welt, die den Wölfen als Hochplateau bekannt ist. Es ist die letzte Grenze zwischen den mächtigen Bäumen von Daer Tawar und des Eislandes. Das Rudel in das sie hinein geboren wurde, war ein Bündnis von starken Wölfen, die das Leben in dieser Welt gewohnt waren und es lieb gewonnen hatten. Wäre sie ein Welpe des Amarun-Paares gewesen, so wäre es ihr gut ergangen, aber ihre Eltern hatten eine andere Vergangenheit.
Die junge Wölfin Yara hatte einen niedrigen Rang im Rudel. Sie wurde von allen respektiert, aber von niemandem wirklich ernst genommen. Nie fühlte sie sich richtig mit diesem Rudel verbunden, aber es war trotzdem ihre Familie, ihre Heimat und deswegen hegte sie nie den Wunsch sich abzuwenden und sie zu verlassen. Sie war wirklich zufrieden mit ihrem Leben, denn sie kannte es schließlich auch nicht anders. Niemand hatte ihr eine andere Zukunft dargeboten, oder eine Wahl zu dem stupiden Leben gezeigt. Sie hatte sich nie große Gedanken gemacht, welche Alternativen es geben könnte, denn warum sollte gerade sie, eine rangniedrige Fähe, sich darüber den Kopf zerbrechen?
Sie Lebte in den Tag hinein, jagte mit den Gefährten und verbrachte den Wechsel der Jahreszeiten mit den Anderen an ihrer Seite. Mit stillem Blick sah sie viele Welpen das Licht der Welt erblicken und alte Wölfe zum letzten Mal die Augen schließen. Das Leben nahm seinen Lauf und hielt für Yara keine Überraschungen bereit. Keine Veränderungen, bis zu dem Tag, als ein unbekannter Geruch an ihre feine Nase drang.
Sie folgte der Spur bis sie vor dem stärksten und beeindruckendsten Wolfsrüden stand, den sie je zuvor gesehen hatte. Ein Einzelgänger aus dem Land des Eises, frei und ungestüm, wie der Nordwind persönlich. Es war genau dieser Wolf, der das Leben der Fähe für immer verändern sollte und es war er, der ihr eine Alternative aufzeigte. Eine Wendung in ihrem Leben, die sie sich vielleicht tief in ihrer Seele herbeigesehnt hatte, auch wenn sie sich dessen nie bewusst war. Wohin ihr Herz gehört, das wusste sie nun. In wenigen Momenten, bevor er wieder verschwand, wie der Vorbote des Winters, brachte er Yara so viel Glück in ihr Herz, wie es kein Wolf ihres Rudels gekonnt hätte. Es war der erste Rüde den sie jemals geliebt hatte und er sollte auch für immer der Einzige sein. Sie konnte keinen der Rudelmitglieder mit ihm vergleichen, denn keiner der Rüden kam ihm auch nur im Geringsten gleich. Für sie war er wahrhaftig die Freiheit und der Glaube an ein besseres Leben. Yara wäre mit ihm gegangen und hätte ihr Leben an seiner Seite verbracht, aber er war nach einigen Tagen verschwunden, als hätte es ihn niemals gegeben. Die ersten Gedanken der Fähe waren, dass sie sich alles nur eingebildet hatte und das alles ein wunderbarer und unerreichbarer Traum gewesen war. Sie zweifelte sogar an sich selbst, aber es gab schließlich doch einige Spuren, die die Existenz des Rüden bewiesen und keinen Zweifel mehr ließen. Nur eine Sache blieb ihr immer verborgen, denn der fremde Wolf hatte über sich selbst nicht viel preisgegeben. Weder über seine Vergangenheit, noch die Zukunft. Nie hat der Rüde ihr seinen wahren Namen genannt… Er blieb nur als der Nordwind in den Erinnerungen.
Die Kälte von Blicken
Nie bereute Yara ihr Treffen mit dem Nordwind, nicht einmal den kalten Schmerz den er hinterlassen hatte, als er verschwand. Es war auch diese Trauer an sein Fortgehen, die ihr für immer bleiben würde und sie wissen ließ, dass es tatsächlich einmal diese perfekten Momente in ihrem Leben gegeben hatte. Sie hatte etwas wunderbares, das sie immer an ihn binden würde und seine Erinnerung niemals verblassen lassen würde.
Sie erwartete Welpen von dem Fremden aus dem Norden.
Yara war nicht auf die Abneigung gefasst gewesen, die ihr wegen dieses Verrates entgegenschlagen würde. Sie war keine ranghohe Wölfin, aber trotzdem hatte sie nie damit gerechnet, dass sie auf sich allein gestellt sein würde. Es war ein Frevel und die Amarun betrachteten es als Vertrauensbruch, als sich die Spuren der Trächtigkeit nicht mehr verbergen ließen. Die Anderen trieben sie von der Beute fern, drohten ihre Welpen zu töten und sie für dieses Verbrechen zu bestrafen.
Die Natur nahm dem Rudel dieses Versprechen ab.
Die Geburt fand in einer stürmischen Nacht statt und kam Yara wie ein wahr gewordener Albtraum vor. Sie wusste nicht, ob ihr das Grollen des Himmels, oder das des Rudels bedrohlicher vorkommen sollte. Die Geburt verlief, wie der Rest ihres momentanen Lebens, alles andere als glimpflich und kostet beinahe das Leben des gesamten Wurfes und von Yara selbst.
Von ihren drei Welpen kam nur eine Fähe lebend zur Welt und das Rudel traf die Entscheidung, dass zumindest Yara genug gelitten hatte. Es gab sogar einige, die Mitleid mit der Wölfin hatten und die sich wieder erinnerten, dass auch sie ein Teil des Rudels ist. Selbst die Alpha-Wölfe fanden, dass sie genug gestraft war, denn das winzige, überlebende Wolfskind hatte schneeweißes Fell. Das kleine Bündel unterschied sich also nicht nur betreffend ihrer Abstammung vom Rest des Rudels, sie würde sich auch so von allen abheben. Nur Yara sah sie niemals als Strafe. Tala war das Geschenk des Nordwindes.
Das hätte dein Titel werden müssen… Geschenk des Nordwindes.“ Diesen Satz flüsterte Yara ihrer Tochter oft zu, wenn diese wieder einmal von den Anderen vertrieben wurde und ihre kalten Blicke sie verfolgten. Das Rudel hatte vielleicht der erwachsenen Fähe verziehen und erlaubten ihr wieder ein normales Leben im Rudel, aber es bedeutete noch lange nicht, dass sie für ein einfaches Dasein der weißen Wölfin sorgten.
Jeder Schritt des Welpen wurde mit argwöhnischen Blicken streng beobachtet und wohin sie auch immer ging, ihr folgte stets ein Knurren. Ihre Kindheit war nicht schön und alles andere als normal. Sie verbrachte die Tage hauptsächlich im Schutz der Mutter und selten spielte sie mit den Gleichaltrigen. Es war nicht das Leben, das ein junger Wolf hätte führen sollen, aber sie beklagte sich nie. In dieser Zeit der Einsamkeit festigten sich die Grundzüge ihres Charakters und sie verbrachte die Stunden mit anderen Dingen. Während die restlichen Welpen und Jungwölfe des Rudels spielten und tollten, da saß Tala allein am Waldrand und beobachtete alles, was sich ihr darbot. Das Verhalten der Wölfe und anderer Tiere, das Miteinander und die Struktur eines Rudels. Ihr Wissensdurst war stark und mit jedem Tag wurde sie findiger und schlauer. Sie grübelte über das Leben und studierte die Gewohnheiten der kleinen Tiere, die sie immer wieder zu Gesicht bekam. Es war auch die einsame, weiße Wölfin, die als erste mit den Jagdversuchen begann und die genauer als jeder andere Jungwolf wusste, wie sich ihre Umgebung in der Gesamtheit verhielt.
Eine ihrer liebsten Beschäftigungen wurde es, ihre Mutter nach allem zu fragen, was diese wusste. Sie sollte ihr am besten von allem berichten, was sie erlebt hatte und alles wiedergeben, was sie selbst einmal gehört hatte. Besonders interessiert war die junge Wölfin, wenn sie neue Legenden zu Ohren bekam, denn diese begeisterten sie wie nichts sonst. Die Erzählungen von Aidan und Cýron, den Göttern ihrer Welt, die ihr aller Leben erschaffen hatten. Die Mythen von den Wächtern, die Himmel und Erde in Gleichgewicht hielten. Die junge Wölfin saß nicht nur einmal am Rand des Revieres, streckte den Kopf in die Luft und versuchte mit dem Wind zu heulen. Wenn sie daran dachte, dass dort draußen jemand war, der auf sie aufpasste. Ein höheres Wesen, dass ihre Taten verfolgte und auf sie Acht gab, dann fühlte sie sich nicht mehr klein und machtlos. Ihr war dann, als hätte sie starke Gefährten, die Götter selbst, an ihrer Seite.
Tala wusste nie richtig wie sie zu ihrer Mutter stand. Sie liebte sie dafür, dass sie immer zu ihr hielt, sie verteidigte, und sie hasste sie manchmal dafür, dass sie ihr dieses Leben gegeben hatte. Es gab einige Tage, in denen sie eifersüchtig auf das unbeschwerte Leben der anderen Welpen war und es gab Momente, in denen sie ihr Leben wahrhaftig verfluchte.
The Impure Blood – das unreine Blut – dieser Name verfolgte sie von ihrem ersten Atemzug an und sie würde wahrscheinlich auch an ihn denken müssen, wenn sie ihre Augen zum letzten Mal schließen würde. Allmählich begann sie aber einen grimmigen Stolz auf ihr „unreines Blut“ zu hegen. Es unterschied sie von den anderen Wölfen des Rudels. Es machte sie stärker als die Anderen und gab ihr die Gewissheit, dass das nicht ihre wahre Familie ist und niemals sein würde. Dieser Sinneswandel war es, der sie daran erinnerte, dass sie ihr Leben selbst bestimmen konnte und dass sie es war, allein sie, die dieses Leben vor sich hatte. Sie konnte es noch immer in bestimmte Bahnen lenken und genau nach diesen Gedanken verbrachte die Wölfin die nächsten Wochen und Monate ihres Lebens. Sie war immer noch allein, aber sie kannte es nicht anders und so nutzte sie jeden Moment den die Anderen für Spiel vergeudeten, um ihre Fähigkeiten und Begabungen weiter auszubauen.
So wuchs Tala schließlich zu einer starken und geschickten Wölfin heran. Von den Wölfen wurde sie schlussendlich geduldet, weil sie dort aufgewachsen war und gemieden, weil keiner der Gleichaltrigen sich mit ihr messen konnte. Sie war nicht mehr der hilflose Welpe, dessen Leben durch einen schnellen Biss in die Kehle beendet werden konnte. Sie war eine gefährliche Feindin für jene, die sich gegen sie stellten.
Sie war nie mit Respekt oder Freundlichkeit von den Mitgliedern des Rudels behandelt worden. Sie war immer die fremde Wölfin geblieben, als die sie auch geboren wurde.
Doch Tala verspürte nie den Wunsch, sich an den Wölfen mit den eiskalten Blicken zu rächen. Sie wollte nur endlich ein Leben führen, das lebenswert war.
Für sie war die Meute eine Bande von Narren und sie blickte sogar ein wenig auf sie herab. Tala hatte zwei Winter bei den Wölfen verbracht, die eine Familie für sie hätten sein sollen. Allein Yara war ein Lichtblick in ihrem bisherigen Leben. Yara, ihre Erzählungen von ihrem Vater und natürlich ihre eigenen Fähigkeiten. Ja, sie war stolz auf das, was sie konnte und zumindest dazu war ihre Zurückgezogenheit nützlich gewesen. Sie wurde schneller erwachsen und selbstständig. Ihre Klugheit und ihr Wissen zeichneten sie aus, aber diese vernünftige Sicht auf die Dinge, ließ sie manchmal auch die Schönheit des Lebens selbst vergessen.
Ohne eine Spur von Traurigkeit, als sie sich das letzte Mal von dem Rudel verabschiedete, verließ die weiße Wölfin den kargen Wald.
Der Entschluss, sich abzuwenden, war ihr nicht schwer gefallen. Im Endeffekt hatte sie sogar das Rudel für sich genutzt. Die Fähe hatte gewartet, bis sie alles konnte und gelernt hatte, dass sie für ein Überleben in der Wildnis brauchen würde und nun war sie nicht mehr auf das Rudel angewiesen. Nur Yara würde sie schmerzlich vermissen, aber Tala bot ihr nicht an, dass sie sie begleiten solle. Ihre Mutter hatte bereits ein Leben und einen Platz im Rudel… Ihr würde es dort gut ergehen.
Sie versuchte alles hinter sich zu lassen. Die Blicke zu vergessen, die Worte zu verdrängen und sich selbst zum ersten Mal zu finden.
Eine Reise beginnt
Es war nicht allein eine Reise, die sie weit weg von ihrem alten Rudel brachte. Es war vielmehr ein Weg, der sie von der Vergangenheit entfernte.
Die Wanderschaft der Wölfin verlief ohne Ziel und doch schien sie immer einen Weg zu verfolgen, der sie weiter brachte. Tala nutzte die Zeit ausgiebig. Sie lernte ihr Dasein von einer anderen Seite kennen und verstand immer mehr von den Wundern des Lebens.
Anfangs mied sie Artgenossen und Feinde, aber mit der Zeit fand sie Gefallen daran, auch dies kennen zu lernen. Viele fremde Wölfe kreuzten ihren Weg, aber mit niemandem verbrachte sie längere Strecken. Es waren mehr kurze Bekanntschaften, die aus dem Nutzen geschlossen wurden, der mit ihnen verbunden war. Der Kampf gegen Konkurrenten, die Jagd, oder das kurze Verlassen der Einsamkeit. Ja, langsam wurde das Leben einsam… Tala dachte immer, dass sie früher einsam war, aber erst jetzt lernte sie dieses Wort wirklich kennen. Sie wurde damals nur von den Wölfen gemieden, aber doch hatte sie ja immer jemanden um sich. Das war nun anders und es nagte an der Fähe und allmählich wuchs eine bodenlose Leere in ihr.
Eine entsetzliche Sehnsucht nach anderen Wölfen und so machte sie sich auf die Suche nach einem Rudel. Was sie dann aber wirklich fand war kein starkes Rudel… Ein einsamer Welpe hatte ihre Aufmerksamkeit erregt und sie hatte ihn sofort gemocht. Ein Gefühl, das sie selten für andere Wölfe empfunden hatte. Dieser junge Wolf hatte ab diesem Zeitpunkt einen Platz in ihrem Herzen und Tala hätte sich keinen besseren Freund und Gefährten wünschen können. Er weckte eine neue Seite an ihr. Alazan brachte sie zum Lachen und er brachte sie dazu, dass sie sich für jemanden verantwortlich fühlte.
Jetzt hatte ihr neues Leben wirklich begonnen und der Weg der weißen Fähe, der Wölfin mit dem unreinen Blut, ist noch lange nicht erzählt…

Sonstige – Wichtige Fakten


Wunschrang
Amarun


Abmeldung
Wird nicht passieren, denn es würde mit dem Ende des Forums zusammen hängen.


Der Spieler – Eine Seele im Wolfspelz


Name
Sandra


Alter
18 (1993)

Kontakt
Über den Gästebereich des Forums, das Gäste­buch, silverice.wolves@gmx.net, oder für Mit­glie­der per PN oder private Mail-‌Adresse.
Es sind also keine Grenzen gesetzt.


Erfahrung
Erfahrung ist vorhanden. Ich spiele außerdem im Tal der Sternenwinde die Wölfin Parveen

Regeln
Ich habe sie gelesen, selbst überarbeitet und erweitert, folgend auch verstanden und werde sie beherzigen.





Zuletzt von Tala Khazé am 2012-03-11, 20:07 bearbeitet; insgesamt 48-mal bearbeitet

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Re: Tala Khazé – The Impure Blood am 2011-09-04, 14:49

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